Verleihung 2007

Bei
herrlichem spätsommerlichen Wetter sind am Sonntag, den 16.
September 2007 aus den Nachbarspfarren aus Ober- und
Niederösterreich einige Dutzend Fußwallfahrer nach
Waldhausen zum 2. Fest der Verleihung der „Friedensrose
Waldhausen“ gepilgert. Nach dem Empfang und einer Labung
geleiteten sie die Goldhauben und die Musikkapelle Waldhausen mit
zahlreichen anderen Freunden des Friedens, in den Stiftshof.
Dort wurden die 3 Preisträger, die Jury, das Kuratorium und
das Waldhausener Friedenskomitee zusammen mit den Ehrengästen,
voran der Linzer Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und Frau
Seniorin Mag. Margit Schiller aus Horn vom Ortspfarrer Dechant Karl
Wögerer begrüßt. Unter dem Geläute
der Waldhausener Friedensglocke zog eine festliche Gemeinschaft von 300
Menschen zur ökumenischen Friedensvesper in die Stiftskirche
ein. In einer mit ansprechenden Texten und vom Nöchlinger
Jugendchor mit rhythmischen Liedern gestalteten Friedensvesper wies
Bischof Dr. Schwarz in seiner Predigt auf das nicht
selbstverständliche und auch gebrechliche Geschenk des
Friedens hin.
Beim anschließenden Festakt vor der Kirche stellte der
Sakralkünstler Pius Frank die Idee der
Friedensrose und des Friedenspreises vor. Nach der Festansprache von
Präsident HR. Dr. Johannes Riedl „Über
die Güte“ begleitete der Steyregger Graf
und Friedensrosen- Kuratoriumsmitglied Niklas Salm-Reifferscheidt die
Friedens– Tätigkeiten der 3 Preisträger
ein. Als Höhepunkt des Festes überreichten die drei
Friedensrosen Bischof Dr. Ludwig Schwarz an Ing. Otto Hirsch, Frau
Seniorin Mag. Schiller an die Preisträgerin Ruth Steiner und
Frau Dr. Christine Haiden an Herrn Prim. Dr. Werner Gerstl. Mit der
Bundeshymne endete die eindrucksvolle und stimmige Verleihung der
Waldhausener Friedensrose.
„Soziale
Verantwortung kann man nicht aufgeben mit einem Erlagschein...“
– dies betonte am Sonntag, 16.Sept., in seiner Dankansprache
Ing. Otto Hirsch, Malermeister aus Linz uns sozial engagierter Helfer
im ehemaligen Jugoslawien und jetzt mit seinem Projekt in Afghanistan
„Solidarität gegen den Krieg“, einer der 3
Preisträger der Waldhausener Friedensrose.
Ebenso bewegend sprach Frau Mag. Ruth Steiner, die darauf hinwies, dass
es keine Kollektivschuld gebe, wohl aber eine kollektive Verantwortung
und ein kollektives Gedächtnis, das zu schärfen ist.
Die mit 18 Jahren zum katholischen Glauben konvertierte Jüdin
betonte die Wichtigkeit, beides zu kennen: das Judentum und das
Christentum. „Wie Jesus zu glauben ist
jüdisch, an Jesus zu glauben ist christlich“.
Frau Mag. Ruth Steiner ist vor allem engagiert im Dialog zwischen Juden
und Christen.
Für Prim. Dr. Werner Gerstl, dem Leiter der Abteilung Kinder-
und Jugendpsychiatrie im Linzer Kinderspital und des Projektes
„Spattstrasse“, war es eine besondere Freude, mit
der Waldhausener Friedenrose ausgezeichnet worden zu sein. Als
Mediziner ist er einer der Pioniere der Kinder- und Jugendpsychiatrie
in Österreich. Täglich hilft er missbrauchten und
magersüchtigen Kindern, jährlich werden mehr als 1000
Buben und Mädchen von ihm und seinen engagierten Helfern in
der Spattstrasse betreut.
Mit dem von vielen Helfern liebevoll
und engagiert gestalteten Friedensfest mit Verteilung von Naturrosen,
Prägung einer Friedens-Gedenkmünze und Einschlagen
eines mit Monogramm versehenen geschmiedeten Nagels in den „Stock
im Eisen“ und einem EZA Stand mit fair gehandelten
Produkten klang des Fest mit Schmankerln der Region bei bester Stimmung
aus.
„Die Gelegenheit,
Gutes zu tun, kommt nie. Sie ist da“